17. Restdiwali
Juliane Kruppke schrieb am 05.11.05 09:58:07:
Na gut, ich habe mir gedacht, ihr seid so oder so
erschlagen von den mails, da kommt es auf eine mehr
nicht an und ich liebe es nun einmal zu schreiben, wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt. Wow, der Satz ist rein laengentechnisch ja so lang, dass er fast von 'nem Philosophen stammen koennte.. :)
Also, was fehlt noch? Restdiwali, Ganja und Govind.
Restdiwali:
Diwali, dieses Mischungsfest aus Christmas und
Silvester, hat es echt in sich. Viele Traditionen z.B. aufraeumen, Tueren und Fenster oeffnen, Lichter
anzuenden und so Laxmi (oder so aehnlich) anlocken.
Das ist die Gluecksgoettin. Der Laxmi-Tag wird auch
als Start eines neuen Jahres, vor allem des
Geschaeftsjahres gesehen. An dem Tag sind (nachdem die ganze Nacht gefeiert wurde) die Geschaefte geoeffnet, weil Umsatz an diesem Tag Glueck bringt. Ein erfolgreiches Jahr garantiert. Das bedeutet, dass die Verkaeufer ganz verzweifelt Kundschaft wollen,
spezielle Preise haben und fast alles unter Wert
verkauft wird. Ich habe mich an diesem Tag auf dem
Schmuckmarkt herumgetrieben und tatseachlich 5 Euro
fuer Schmuck ausgegeben...(ein Silberring mit
aufklappbarem Giftfach wie im Film, wer weiss, wozu
mans mal braucht...) und Tigeraugenohrringe.
Im uebrigen heisst es im Loneley Planet, dass Edel-
und Halbedelsteine in Jaipur so billig sind, wie
nirgendwo sonst auf der Welt. Irgendwelche Wuensche :)
Ausserdem: Milliarden Lichter, aber das habe ich euch
ja schon berichtet. Feuerwerk noch und noecher und
immer noch. Es knallt die ganze Nacht. Klingt so, wie
ich es nur aus Kriegsfilmen kenne. Michael Kanno waere begeistert... In Indien muss es immer laut sein. Also explodieren die Raketen und die spruehenden Lichter zum Schluss. Nicht zu vergessen die Knallkoerper, die fast augenblicklich explodieren, wenn man sie anzuendet. Ein Wunder, wenn niemand seine Hand dadurch verliert. Aber die Inder sind furchtlos. Barfuss springen die Kinder auf dem Funkenregen herum.
Ich habe Diwali im Kinderheim gefeiert. Mir die
heilige Zeremonie vor einem kleinen, mit Ringelblumen
geschmueckten Altar angesehen. Raucherstaebchen,
Hindi-Gebete, gluehende Kinderaugen, Gesang. Und zum
Schluss gab es indische Suessigkeiten, die so suess
sind, wie die indische Herzhaftigkeiten scharf.
(graesslich, Karies garantiert)
Nun ist Diwali ueberstanden. Aber das naechtliche
Feuerwerk haelt an. Es folgen moslemische Feiertage.
Die Nachtluft riecht immer wie an Neujahr in
Deutschland.
Wie immer in Indien ist alles etwas viel. Aber es sind nun einmal auch viele Menschen. Meiner Meinung nach ist das der Hauptunterschied zu Deutschland.
Eure Juliane, die euch auch weiterhin mit emails
quaelen wird.
P.S. Dieses Lichtermeer ist so, wie ich mir Las Vegas
vorstelle.
Na gut, ich habe mir gedacht, ihr seid so oder so
erschlagen von den mails, da kommt es auf eine mehr
nicht an und ich liebe es nun einmal zu schreiben, wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt. Wow, der Satz ist rein laengentechnisch ja so lang, dass er fast von 'nem Philosophen stammen koennte.. :)
Also, was fehlt noch? Restdiwali, Ganja und Govind.
Restdiwali:
Diwali, dieses Mischungsfest aus Christmas und
Silvester, hat es echt in sich. Viele Traditionen z.B. aufraeumen, Tueren und Fenster oeffnen, Lichter
anzuenden und so Laxmi (oder so aehnlich) anlocken.
Das ist die Gluecksgoettin. Der Laxmi-Tag wird auch
als Start eines neuen Jahres, vor allem des
Geschaeftsjahres gesehen. An dem Tag sind (nachdem die ganze Nacht gefeiert wurde) die Geschaefte geoeffnet, weil Umsatz an diesem Tag Glueck bringt. Ein erfolgreiches Jahr garantiert. Das bedeutet, dass die Verkaeufer ganz verzweifelt Kundschaft wollen,
spezielle Preise haben und fast alles unter Wert
verkauft wird. Ich habe mich an diesem Tag auf dem
Schmuckmarkt herumgetrieben und tatseachlich 5 Euro
fuer Schmuck ausgegeben...(ein Silberring mit
aufklappbarem Giftfach wie im Film, wer weiss, wozu
mans mal braucht...) und Tigeraugenohrringe.
Im uebrigen heisst es im Loneley Planet, dass Edel-
und Halbedelsteine in Jaipur so billig sind, wie
nirgendwo sonst auf der Welt. Irgendwelche Wuensche :)
Ausserdem: Milliarden Lichter, aber das habe ich euch
ja schon berichtet. Feuerwerk noch und noecher und
immer noch. Es knallt die ganze Nacht. Klingt so, wie
ich es nur aus Kriegsfilmen kenne. Michael Kanno waere begeistert... In Indien muss es immer laut sein. Also explodieren die Raketen und die spruehenden Lichter zum Schluss. Nicht zu vergessen die Knallkoerper, die fast augenblicklich explodieren, wenn man sie anzuendet. Ein Wunder, wenn niemand seine Hand dadurch verliert. Aber die Inder sind furchtlos. Barfuss springen die Kinder auf dem Funkenregen herum.
Ich habe Diwali im Kinderheim gefeiert. Mir die
heilige Zeremonie vor einem kleinen, mit Ringelblumen
geschmueckten Altar angesehen. Raucherstaebchen,
Hindi-Gebete, gluehende Kinderaugen, Gesang. Und zum
Schluss gab es indische Suessigkeiten, die so suess
sind, wie die indische Herzhaftigkeiten scharf.
(graesslich, Karies garantiert)
Nun ist Diwali ueberstanden. Aber das naechtliche
Feuerwerk haelt an. Es folgen moslemische Feiertage.
Die Nachtluft riecht immer wie an Neujahr in
Deutschland.
Wie immer in Indien ist alles etwas viel. Aber es sind nun einmal auch viele Menschen. Meiner Meinung nach ist das der Hauptunterschied zu Deutschland.
Eure Juliane, die euch auch weiterhin mit emails
quaelen wird.
P.S. Dieses Lichtermeer ist so, wie ich mir Las Vegas
vorstelle.
Julianews - 12. Aug, 15:42