15. Bossparty
Juliane Kruppke schrieb am 05.11.05 08:54:48:
Hallo liebe Leserschaft,
habe etwas Zeit verstreichen lassen und nun kann ich
mich nicht entscheiden, welches Thema diese mail
bekommen soll. Im Angebot stehen:
1) Bollywood (ich weiss genau, wer von euch jetzt
bitte, bitte, aufschreit, und wer stoehnt)
2) Govind und Ganja
3) Bossparty
4) Diwalirest.
Mal sehen, ich fange mal mit drittens an, da das noch
so frisch in meinem Gedaechtnis ist. Gestern Abend waren ich zum Dinner bei meinem Boss eingeladen. Eine kleine Feier unter den engsten Freunden. Ungegfaehr hundert Leute waren da...
Die Feier fand zu ehren des sieben Monate alten Sohnes seines Neffen statt. Dieser bekam naemlich gestern zum ersten Mal feste Nahrung. Eine Zeremonie, Fotos, hundert Menschen starren auf das kleine Geschoepf und sehen dabei zu, wie es etwas lernt, das ihm im Leben noch oefter begegnen wird: Entwoehnung.
Das arme Ding, aber es war ganz brav, hat nicht geweint und unter Jubelrufen seinen ersten Bissen Chapati(Pfannkuchenbrot) verputzt. Wahrscheinlich mit
Spice...Somit wuerde den Indern das scharfe Essen
nicht mit der Muttermilch eingegeben, aber nahe dran.
Dieses Ereignis wurde ausgiebigst gefeiert. Ein
Riesenbuffet, das beste indische Essen, das ich bisher kosten durfte und heisse Milch (suess und etwas scharf, natuerlich), die ein Mann gekonnt zwischen zwei Tonkruegen hin- und wieder zurueck fuellte. Faszinierend. Und lecker. Ueberhaupt konnte man zusehen, wie das Essen bereitet wurde. Die Feier fand auf drei zusammenhaengenden Haeuserdaechern statt. Auf zweien waren Decken zum sitzen ausgebreitet, auf dem dritten arbeiteten Servicekraefte an unserem Essen.
Das Schoenste waeren die Saris. Im Hintergrund der
dunklen Nacht und den Lichtern Jaipurs leuchteten die
vielen Farben noch intensiver. (Liebe Karo, eigentlich hatte ich geplant, dir etwas Saristoff mitzubringen, damit du dir was Schoenes draus naehen kannst. Aber mit der Auswahl bin ich vollkommen ueberfordert. Hast du eine Lieblingsfarbe?)
Saris: einfarbig oder bunt wie ein Regenbogen. Mit
Mustern, Blumen, Pailetten, Spiegeln, Silber- und
Goldfaeden oder schmucklos. Aus Seide oder Tuell oder
Material, das ich nicht benennen kann. Schwerfeallig
oder im Wind wehend. Dazu Schmuck. Den tragen hier uebrigens auch die Maenner: Ketten, bunte Armreifen mit Schmucksteinen(dafuer gibt es extra Laeden, meine sind rot mit Spiegelstuecken), Ringe an Fingern und Zehen (verheiratet) und soweiter. Nicht zu vergessen die Bindis. Es war ein Fest fuer die Augen. (Mensch
Teresa, warum hast du eigentlich nicht so eine Feier
fuer Anna geschmissen?)
Diese Feiern werden uebrigens zu den verschiedensten
Lebensabschnitten zelebriert. So zum Beispiel, beim
ersten Schritt. Wie hat man sich das vorzustellen?
Mein Liebes Kind, ich habe zu morgen hundert Leute
eingeladen. Ich will dich ja nicht unter Druck setzen, aber stell dich schonmal darauf ein, dass du morgen anfaengst zu laufen...Hm?
Auweia, diese mail ist schon wieder so lang. Ich
schreibe eich einfach noch eine, die koennt ihr euch
ja dann fuer die Woche aufheben.
Eure Juliane
P.S. Da ich in der letzten Zeit soviele Telefonate
erhalte, worueber ich mich echt freue: Da ihr jetzt
Winterzeit habt, betraegt die Zeitdifferenz zu mir
jetzt eine Stunde mehr, also 4,5 Stunden. Ohne dass
ich etwas getan habe, seid ihr jetzt also die
Dimension Zeit betrachtet, noch weiter weg.
Hallo liebe Leserschaft,
habe etwas Zeit verstreichen lassen und nun kann ich
mich nicht entscheiden, welches Thema diese mail
bekommen soll. Im Angebot stehen:
1) Bollywood (ich weiss genau, wer von euch jetzt
bitte, bitte, aufschreit, und wer stoehnt)
2) Govind und Ganja
3) Bossparty
4) Diwalirest.
Mal sehen, ich fange mal mit drittens an, da das noch
so frisch in meinem Gedaechtnis ist. Gestern Abend waren ich zum Dinner bei meinem Boss eingeladen. Eine kleine Feier unter den engsten Freunden. Ungegfaehr hundert Leute waren da...
Die Feier fand zu ehren des sieben Monate alten Sohnes seines Neffen statt. Dieser bekam naemlich gestern zum ersten Mal feste Nahrung. Eine Zeremonie, Fotos, hundert Menschen starren auf das kleine Geschoepf und sehen dabei zu, wie es etwas lernt, das ihm im Leben noch oefter begegnen wird: Entwoehnung.
Das arme Ding, aber es war ganz brav, hat nicht geweint und unter Jubelrufen seinen ersten Bissen Chapati(Pfannkuchenbrot) verputzt. Wahrscheinlich mit
Spice...Somit wuerde den Indern das scharfe Essen
nicht mit der Muttermilch eingegeben, aber nahe dran.
Dieses Ereignis wurde ausgiebigst gefeiert. Ein
Riesenbuffet, das beste indische Essen, das ich bisher kosten durfte und heisse Milch (suess und etwas scharf, natuerlich), die ein Mann gekonnt zwischen zwei Tonkruegen hin- und wieder zurueck fuellte. Faszinierend. Und lecker. Ueberhaupt konnte man zusehen, wie das Essen bereitet wurde. Die Feier fand auf drei zusammenhaengenden Haeuserdaechern statt. Auf zweien waren Decken zum sitzen ausgebreitet, auf dem dritten arbeiteten Servicekraefte an unserem Essen.
Das Schoenste waeren die Saris. Im Hintergrund der
dunklen Nacht und den Lichtern Jaipurs leuchteten die
vielen Farben noch intensiver. (Liebe Karo, eigentlich hatte ich geplant, dir etwas Saristoff mitzubringen, damit du dir was Schoenes draus naehen kannst. Aber mit der Auswahl bin ich vollkommen ueberfordert. Hast du eine Lieblingsfarbe?)
Saris: einfarbig oder bunt wie ein Regenbogen. Mit
Mustern, Blumen, Pailetten, Spiegeln, Silber- und
Goldfaeden oder schmucklos. Aus Seide oder Tuell oder
Material, das ich nicht benennen kann. Schwerfeallig
oder im Wind wehend. Dazu Schmuck. Den tragen hier uebrigens auch die Maenner: Ketten, bunte Armreifen mit Schmucksteinen(dafuer gibt es extra Laeden, meine sind rot mit Spiegelstuecken), Ringe an Fingern und Zehen (verheiratet) und soweiter. Nicht zu vergessen die Bindis. Es war ein Fest fuer die Augen. (Mensch
Teresa, warum hast du eigentlich nicht so eine Feier
fuer Anna geschmissen?)
Diese Feiern werden uebrigens zu den verschiedensten
Lebensabschnitten zelebriert. So zum Beispiel, beim
ersten Schritt. Wie hat man sich das vorzustellen?
Mein Liebes Kind, ich habe zu morgen hundert Leute
eingeladen. Ich will dich ja nicht unter Druck setzen, aber stell dich schonmal darauf ein, dass du morgen anfaengst zu laufen...Hm?
Auweia, diese mail ist schon wieder so lang. Ich
schreibe eich einfach noch eine, die koennt ihr euch
ja dann fuer die Woche aufheben.
Eure Juliane
P.S. Da ich in der letzten Zeit soviele Telefonate
erhalte, worueber ich mich echt freue: Da ihr jetzt
Winterzeit habt, betraegt die Zeitdifferenz zu mir
jetzt eine Stunde mehr, also 4,5 Stunden. Ohne dass
ich etwas getan habe, seid ihr jetzt also die
Dimension Zeit betrachtet, noch weiter weg.
Julianews - 12. Aug, 15:44